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Echo Akira

Der ideale Züchter / die ideale Züchterin

Es ist zuerst einmal wichtig, dass die „Chemie“ zwischen den Menschen stimmt. Mit Barbara Barnetta und Raphael Sutter aus Gempenach und mir war das der Fall. Es zeigte sich, dass dies ein wichtiges Kriterium ist, denn ich musste sie einige Male um Hilfe bei der Erziehung bitten und dadurch vertiefte sich der Kontakt zwischen uns.

Was mir besonders aufgefallen ist, bzw. was ich besonders geschätzt habe:

  • Bereits vor der Geburt der Welpen standen wir in E-Mail-Kontakt.
  • Gleich nach der Geburt meiner Hündin erhielt ich ein Telefon mit ihren ersten Geräuschen.
  • Ich erhielt regelmässig Fotos.
  • Ab 10 Tagen durfte ich sie jede Woche besuchen.
  • Ich hatte endlos viele Fragen, die alle geduldig beantwortet wurden.
  • Die Welpen wurden den unterschiedlichsten Geräuschen und Reizen ausgesetzt. Ich habe noch nichts gefunden, vor dem meine Hündin Angst hätte.
  • Die Welpen haben Kontakt zu Katzen, wachsen mit ihnen zusammen auf.
  • Ich konnte, nachdem ich den Hund zu Hause hatte, jederzeit Rat einholen und erhielt wertvolle Tipps. Es ist nämlich wichtig, rassespezifische Hinweise zu bekommen. Oft reichen die allgemeinen Tipps der Hundeschulen nicht aus.
  • Regelmässige Treffs des Wurfes mit ihren Besitzern. Für die Hunde und die Besitzer sehr interessant.

Meine Akira liebt ihre „Geburtshelfer“ jedenfalls bis zum heutigen Tag über alles.

Nun lasst mich erzählen, wie ich das Leben mit meinem ersten Hund erlebt habe:

Mein Leben mit einer Cordon-Setter Dame

Ihr Name ist Amazing Akira. Sie ist am 04.12.2007 bei Barbara Barnetta Sutter und Raphael Sutter auf die Welt gekommen.

Ich wusste schon vor ihrer Geburt, dass ich sie gleich erkennen würde. Auch für Barbara stand von Anfang an fest, welches Hundebaby mir gehören sollte. Und es stimmte überein. Sie wurde mit einem Knickschwänzli geboren, war also von Anfang an einzigartig. Bevor ich sie dann am 13.02.2008 mit nach Hause nehmen durfte, besuchte ich sie regelmässig. Meine Freude war übergross. Nun hatte ich meinen ersten Hund.

Ängstlich, übervorsichtig, unerfahren – so stand ich der Situation gegenüber. Ich hatte vorher jede Menge Bücher gelesen und fühlte mich gut gerüstet. Zudem munterte mich vorher jeder auf „wenn du ein Kind gross gezogen hast, kannst du auch einen Hund erziehen“. Nun, dachte ich, meinen Sohn zu erziehen machte keine Schwierigkeiten, dann schaff ich das auch. Die Realität sah aber ganz anders aus.

Wie signalisiert ein junger Hund, wenn er pieseln muss? Bis ich heraus fand, dass es sich ähnlich anhört wie „ich möchte lieber nach draussen und hinter den Katzen herlaufen“, war ich kurz vor dem Aufgeben. Ich war völlig auf den Hund fixiert und passte mich ihm an – dabei sollte es ja umgekehrt sein. Entsprechend tanzte sie mir auf der Nase herum. Da wurden Teppich, Vorhang, Schuhe, Stiefel, sogar Kabel – einfach alles angenagt, was sie erwischen konnte.

Auf den Spaziergängen liess ich sie so oft wie möglich frei laufen. Ein solcher Hund sollte nicht an der Leine laufen müssen. Natürlich lief sie mir regelmässig davon, um andere Hunde zu begrüssen oder sich von deren Besitzern streicheln zu lassen. Immer wieder stand ich kurz vor der Verzweiflung. Trotz Hundeschule keine Besserung.

Mut und Zusprache erhielt ich jederzeit von Barbara und Raphael. Mit sofort umsetzbaren Tipps standen sie mir bei.

Dann wurde Akira mit 8 Monaten läufig. Nach dieser Zeit war ein enormer Entwick-lungsschub spürbar. Seither hat sie mir nie wieder etwas kaputt gemacht, was nicht ihr gehört. Jetzt, nach der 2. Läufigkeit ist sie wieder ein Stück erwachsener gewor-den. Das zuvor Gelernte scheint sie gespeichert zu haben, denn jetzt folgt sie meis-tens sofort.

Die Arbeit mit ihr macht nun richtig Freude. Ich gehe dreimal die Woche im Bremgartenwald mit einer grossen Gruppe laufen (da können die Hunde im Rudel laufen, sehr gut für das Sozialverhalten) und bin in einer Familienbegleithunde-Gruppe einmal pro Woche im Unterricht. Wir sind jetzt nach etwas über einem Jahr das Team, das ich mir vorgestellt hatte.

Auch habe ich mich nun endgültig dazu entschlossen, sie nicht kastrieren zu lassen. Ich möchte nicht riskieren, dass sich ihr schönes Fell verändert oder sie inkontinent wird. Schade, dass sie wegen dem Knickschwänzli nicht zur Zucht zugelassen ist. Akira ist nicht nur eine Schönheit, sie hat auch einen tadellosen liebenswürdigen Charakter, ist zutraulich zu allen Menschen und hatte noch nie Probleme mit anderen Hunden. Ok, sie ist manchmal etwas stur, aber ich wollte ja auch keinen Roboter, sondern einen Hund. 
Und ich habe mit den Züchtern Barbara Barnetta und Raphael Sutter echt Glück gehabt.

Elke Bähler, Münchenbuchsee, http://www.praxis-menschundtier.com
Juni 2009

Das Leben mit einem Gordon Setter

Mein Gordon Setter Mädchen heisst Amazing AKIRA. Sie ist am 04.12.2007 bei Barbara Barnetta Sutter und Raphael Sutter in Gempenach im A-Wurf auf die Welt gekommen.

Akira lebt mit meinem Partner und mir in ländlicher Umgebung in Ettingen BL. 100m vom Haus entfernt beginnen Felder, Wiesen und Wälder, in denen wir täglich zweimal etwa eine Stunde herum streifen. Ich lasse sie, wenn immer möglich, frei laufen. Und das nutzt sie total aus. OK, ich bin vielleicht nicht die perfekte Hundeerzieherin. Ich kann mich sehr gut in eine Hundeseele hineinversetzen und freue mich mit meiner Hündin, wenn sie durch den Wald streift, da gibt es so viele interessante Gerüche. Oder wenn sie in gestrecktem Galopp über die Wiesen fegt, finde ich total toll.

Mein Gordon Setter läuft freiwillig nicht bei Fuss, sie ist neugierig, geht andere Hunde und ihre Menschen freudig begrüssen. Lässt sich von allen Menschen streicheln und ist sehr zärtlich mit Minihunden. Gekläffe und Machogehabe geht sie aus dem Weg. In der Zwischenzeit wehrt sie allzu aufdringliche Rüden ab, kommt dann zu mir und lässt sich loben: „Hesch gseh, han ig guet gmacht, gäll?“. Bis zweijährig war sie eher unterwürfig und hat sich wie ein Welpe sofort auf den Rücken gelegt, wenn ihr ein Artgenosse entgegen kam. In der Zwischenzeit ist sie ein selbstbewusster Teenager geworden. Sie ist jedoch wählerisch, was Freundschaften anbelangt. Nicht mit jeder/jedem spielt und tollt sie herum. Sie wird wegen ihrer Schönheit überall bewundert und geniesst es jedes Mal sichtlich.

Nach regelmässigem Hundeschulenbesuch haben wir uns vor einem Jahr für das Longieren entschieden. Es macht uns beiden grossen Spass. Akira lernt gerne und schnell. Allerdings kann sie sich nicht lange konzentrieren, auf das nehmen wir Rücksicht. Der Spass steht im Vordergrund. Das hat auch zur Folge, dass wir mehr zusammengewachsen sind und sie besser folgt. Meistens! Wenn Akira allerdings etwas in der Nase hat, was unwiderstehlich für sie ist, dann geht sie. Auf mein Rufen bleibt sie auf halbem Weg stehen und meint „sorry, ich habe dich schon gehört, aber ich MUSS da hin“, läuft weiter und kommt dann, wenn sie das Erschnüffelte erledigt hat. Das ist nicht immer lustig für mich. Ich steh schon manchmal da wie ein Depp…. aber eben, es ist ein Hund. Obwohl….. sie steht auf Mäuse und hat auch schon einige erwischt. Bevorzugt buddelt sie nach ihnen und hat den Kopf auch schon mal bis zu den Augen im Boden.

Da sie total freundlich ist, weiss ich, dass praktisch nichts passieren kann. Akira bellt kaum, hat noch nie irgendein böses Verhalten gezeigt. Ich kann ihr jede Leckerei, jeden Knochen, aus dem Maul nehmen. Wenn sie Hunger hat, setzt sie sich so lange vor ihren Napf, bis ich es merke. Wenn sie hinaus will, sitzt sie vor mir und fixiert mich, bis ich be-greife. Ich kann sie überall mit hinnehmen, in jedes Restaurant.

Meine Gordon Setter Hündin hat einen super Charakter. Sie verbreitet Liebe und Harmo-nie, Fröhlichkeit und Leichtigkeit. Sie ist sehr sanft und gutmütig. Wenn ich einmal traurig bin, ist sie sofort an meiner Seite und signalisiert mir, dass sie bei mir ist.

Wer selbstlose Liebe spüren will, der hat einen Hund, am besten einen Gordon Setter!

Elke Bähler, Ettingen BL, http://www.praxis-menschundtier.com
Februar 2011