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Artgerechte Hundeernährung

Wie ernährt man einen Hund möglichst artgerecht?

Der Hund ist ein Canide = Fleischfresser

Dies hat sich bestimmt jeder Hundehalter schon mal überlegt. Da gibt es viele verschiedene Meinungen und die Industrie macht uns diese Überlegung mit farbigen Hochglanz-Futtersäcken oder aber niedlichen Hundeköpfen auf Nassfutterdosen nicht leicht und angeblich verarbeitet jeder Futterhersteller nur die besten, wichtigsten, ausgewogensten und gesündesten Inhaltstoffe.

Häufige Krankheiten durch eine unnatürliche Hundeernährung sind z.B.: Allergien (starker Juckreiz, Ekzeme), Zahnstein, Gelenkbeschwerden (HD), Leber- und Nierenschäden, Diabetes, Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen  und Fettsucht, gegen Durchfälle wappnen sich viele Futterhersteller mit Maiskleber und Zuckerrübenschnitzel, so dass der Hund schön griffige Briketts hinterlässt. Auch bei der Entstehung des Krebses ist die Fehlernährung in erheblichem Masse beteiligt.

Viele dieser Krankheiten treten bei Hunden auf, die  ihr Leben lang nur mit Trockenfutter gefüttert werden.

Hier einige Fakten zu Trockenfutter:

Bis zu den 40er Jahren war es eher unüblich Trockenfutter zu verwenden, doch mit dem 2. Weltkrieg änderte sich dies. Das Zinn zur Dosenproduktion der Nassfutter wurde nun mehr für die Waffenindustrie benötigt.

Im Jahr 1957 begann in den USA die industrielle, moderne Herstellung von Trockenfutter, dies aber ganz klar mit der Weisung, dass man maximal 3 Wochen am Stück Trockenfutter geben darf und dann wieder auf Fleisch umstellen.

Um das Trockenfutter einigermassen verdauen zu können, muss der Hund das 8-fache an Wasser zu sich nehmen, was eine enorme Menge ist.

Googeln Sie mal die Inhaltsstoffe Ihres Hundefutters!

Die Inhaltsstoffe:

Fleisch sollte Hauptbestandteil eines guten Futters sein, nicht Getreide!
Also: Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich. Die Inhaltsstoffe werden in der Reihenfolge nach Menge im Futter aufgelistet. Was an erster Stelle steht, ist (meistens) auch der Stoff von dem am meisten enthalten ist. Aber Vorsicht, Fleisch darf auch vor dem Trocknen gewogen werden und dann ist die Angabe natürlich höher, als wenn das Fleisch dann getrocknet und dem Futter zugeführt wird. Wenn das Fleisch getrocknet wird, verliert es 70% des Gewichts, deshalb sollte z.B. Geflügeltrockenfleischmehl 43% stehen!

Was braucht ein gutes Futter nicht?
Vorsicht bei ungenauen Inhaltsangaben.

Tierische Nebenerzeugnisse: Hier ist entscheidend, um welche Nebenprodukte es sich handelt. Nebenprodukte in Lebensmittelqualität sind als Ergänzung in Ordnung. Hier muss man sich auf die Hersteller verlassen, genaue Angaben über die Nebenprodukte sollten in den Inhaltsangaben stehen. Nebenprodukte, die nicht unter “Lebensmittelqualität” fallen,  sollten nicht enthalten sein. Dabei handelt es sich um Schlachtabfälle wie z.B. Hühnerschnäbel, Hühnerkrallen und sogar Hühnerkot, denn dies sind ja alles Geflügelproteine.

Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind meist alle möglichen minderwertigen pflanzlichen Abfälle.

Getreide: Futter, bei dem an erster Stelle Getreide, Mais oder andere Getreidesorten stehen, sind auch nicht gerade hochwertig. Getreide ist ein günstiger Füllstoff, Hunde brauchen in ihrem Futter kein Getreide.
Achtung: Viele Hersteller versuchen die wirkliche Gesamtmenge an Getreide zu verschleiern, indem sie es an mehreren Stellen mit anderen Namen auflisten. So können in einem Futter also enthalten sein: Mais, Getreide, Reis, Maismehl, Reiskleie, Maisgluten, Gerste, Maisfuttermehl, Maiskleber usw. Dadurch kann es sein, dass der Gesamtanteil Getreide in Wahrheit viel höher ist, als es auf den ersten Blick aussieht.

Zucker gehört natürlich in kein Hundefutter, ist aber häufig drin, vor allem im Supermarktfutter. Betroffen sind Trockenfutter, Nassfutter und vor allem Leckerlies und Kauknochen.

Ungenaue Angaben: Ein hochwertiges Futter hat genaue Auflistungen, welches Fleisch, wie viel, welche pflanzlichen Teile. Ungenaue Angaben sind beispielsweise: „Öle und Fette (welche?), Pflanzliche Nebenprodukte, Getreide (Welches?).“

Farb- und Aromastoffe sind ebenfalls unnötig

Die gesunde Ernährung: 

  • getreidefreie Trockenfutter ( es gibt heutzutage Trockenfutter, welche einen sehr hohen Fleischanteil enthalten und Kartoffel oder  Erbse als Stärkemittel beinhalten
  • kaltgepresste Trockenfutter (quellen im Magen nicht auf)
  • hochwertige Dosennahrung  (mindestens ein Fleischanteil von 65% und eine Obst-Gemüsemischung) und ohne Konservierungsstoffe 

Mit NaVita habe ich einen Tierfutter-Hersteller gefunden, der all das bieten kann und hinter dem ich voll und ganz stehen kann. ( Die NaVita Produkte kann man nur nach einer kostenlosen Beratung eines NaVita Beraters beziehen, rufen Sie mich an.)

Rohfütterung – BARF (Biologisch artgerechtes rohes Futter)
Vom Menschen wurde das Trockenfutter erfunden, von der Natur wurde jedem Lebewesen  ein Verdauungssystem gegeben, das auf eine bestimmte Nahrung zugeschnitten ist und somit den Körper im Gleichgewicht hält. Die Rohfütterung entspricht der natürlichen Nahrung eines wild lebenden Caniden: rohes Fleisch, Knochen, Obst und Gemüse sowie natürliche Ergänzungsfuttermittel wie Kräuter und Algen.

Getreide kann als Energielieferant in geringen Mengen gefüttert werden, wenn der Hund es verträgt! Von Vorteil ist Naturreis. Weizen und Mais sollten grundsätzlich vermieden werden, da sie oft Allergien auslösen.

VORTEILE einer artgerechten Hundeernährung sind

  • starkes Immunsystem und  gesunder Stoffwechsel
  • kein Zahnstein und übler Maulgeruch
  • starke Muskeln, Bänder und Sehnen
  • weniger Wachstumsprobleme
  • schönes und gesundes Fell
  • weniger Parasiten (Zecken, Flöhe, Würmer)
  • sehr geringes Risiko einer Magendrehung
  • wesentlich kleinere Kotmengen
  • Verminderung und Erleichterung von Gelenkerkrankungen

 Fragen die man sich stellen sollte…

  • gibt es in der freien Natur täglich um 19 Uhr genau 345g totes Kaninchen?
  • gibt es Hunde die ihre Beute an den Baum hängen bis sie stabtrocken ist, um sie dann zu verzehren?
  • gibt es spezielle Welpen- und Senioren Kaninchen?
  • gibt es besonders fette Kaninchen für laktierende Hündinnen?
  • gibt es schon zerlegte Beutetiere für Hunde mit Zahnproblemen?

Gerüchte rund um die Hundeernährung:

Der Proteingehalt darf nicht höher als 20% sein!
Ein Beutetier besteht aber zu mindestens 80% Proteinen.

Alte Hunde benötigen weniger Proteine!
Gerade alte Hunde benötigen Proteine zum Zellerhalt.

Welpen benötigen für das Wachstum Calciumzusätze!
Höchst fahrlässig, denn zu viel Calcium verursacht Skelettschäden.

Rohes Fleisch überträgt Salmonellen und Bakterien!
Die Magensäure eines Hundes hat einen absolut niedrigen pH Wert und tötet so gut wie jede Bakterie ab.

Übergewichtige Hunde dürfen nur sehr wenig Fett aufnehmen!
Die Energiebilanz von übergewichtigen Hunden muss verändert werden.
Kohlenhydrate: Dickmacher Nr. 1.

Hunde fressen nur so viel wie sie benötigen!
Leider nein, Geschmacksstoffe, künstliche Aromen und Zucker haben diesen Instinkt ausser Kraft gesetzt.

Blut und Fleisch mache einen Hund aggressiv!
Dann dürfte ein Hund niemals selbst eine Wunde haben.

Das füttern von Beutetieren fördert den Jagdtrieb!
Der Hund bekommt sein Futter von Ihnen und jagt es nicht selbst.

Ich biete Ihnen

  • Ernährungsberatung
  • Futterumstellung und Betreuung danach
  • Erstellen eines Fütterungsplans